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25-jähriges Jubiläum

Aus der NW vom 7. November 2008
Verein bringt den Stadtbezirk in Bewegung
Sennestadtverein wurde vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben / Motor in Sachen Gemeinsamkeit, Kultur und Geschichte
 
Sennestadt (NW). Er ist die treibende Kraft hinter dem Sennestadtfest und einer Vielzahl von kulturellen Aktivitäten:
der Sennestadtverein. Vor 25 Jahren wurde er gegründet, am 7. November 1983.

 

Der Verein befasst sich mit Heimatgeschichte und Heimatpflege und setzt sich für die Gestaltung und Entwicklung Sennestadts ein.

Initiator war der damalige Bezirksvorsteher Horst Thermann. „Aktivitäten von Heimatvereinen in umliegenden Gemeinden riefen in mir Überlegungen wach, dass ein Sennestadtverein für Heimatgeschichte gerade für unseren Stadtbezirk wichtig sei, um in der Großstadt Bielefeld den Sennestadt-Gedanken, ...

... das Wissen um die Geschichte unseres Raumes sowie um die tragenden Ideen für die Gründung dieser neuartigen Siedlung zu bewahren und weiterzutragen. Dies umso mehr, als es auch galt, die depressive Stimmung nach der Eingemeindung durch kulturelle Initiativen zu überwinden und ein neues Sennestädter Selbstbewusstsein zu wecken“, erinnert sich Thermann.
Bei Hans Vogt, dem früheren Sennestädter Bürgermeister, stieß er auf offenen Ohren. Vogt wurde der erste Vorsitzende des Vereins.
Unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung und Gestaltung Sennestadts und der Pflege des Sennestadt-Gedankens verstand sich der Sennestadtverein von Anfang an als Bindeglied für das Sennestädter Vereinsleben.
Bereit ein halbes Jahr nachdem der Verein unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am 7. November 1983 im Sennestadthaus offiziell gegründet worden war, zählte man über 300 Mitglieder, darunter 29 Vereine, Verbände, Kirchengemeinden und die Parteien CDU, FDP und SPD. Die Arbeitskreise Dokumentation Wort, Dokumentation Bild, Plattdeutsch und Brauchtum sowie Ortsbildpflege nahmen ihre Arbeit auf. Auf Bitten der Service-Clubs übernahm der Verein die Organisation des bisher von ihnen veranstalteten „Christkindlmarktes“, nun umbenannt in Sennestädter Weihnachtsmarkt. Ab dem Fest zu „20 Jahre Sennestadt / 10 Jahre Sennestadthaus“ im Sommer 1985 wurden auf Anregung der Bezirksvertretung auch die jährlichen Sennestadtfeste – gemeinsam mit der Bezirksverwaltung – ausgerichtet.
Hinzu kamen vielfältige Vereinsaktivitäten, deren Ausweitung 1997 in der Übernahme der gesamten öffentlichen Kulturarbeit für den Stadtbezirk gipfelte.
Nach der Auflösung des 1961 gegründeten Kulturringes regten der neue Vereinsvorsitzende Ulrich Schlawig und Horst Thermann bei der Bezirksvertretung an, die erheblich eingeschränkten städtischen jährlichen Finanzmittel für Kulturarbeit nun zu bündeln und dem neu gegründeten Kulturkreis des Sennestadtvereins zu übertragen.
Das Konzept sah unter anderem die Organisation von Kunstausstellungen, Atelierbesuchen, Theater- und Konzertveranstaltungen, der Mundartenpflege und von Filmtagen vor.
Diese Anregungen wurden von der Bezirksvertretung einstimmig beschlossen und von der Stadt Bielefeld akzeptiert. Der Kulturkreis konnte unter dem Vorsitz von Ulrich Schlawig, ehemals Leiter der VHS-Nebenstelle, seine selbstgestellte Aufgabe beginnen.
Damit wurde der Verein endgültig zu dem umfassenden Sennestadtverein, der, über die Ziele vieler traditioneller Heimatvereine hinausgehend, das gesellschaftliche Leben des Stadtbezirks prägt und belebt.
„Dabei gelten die Grundideen der Sennestadtgründer von einem humanen Miteinander, das nicht nur bewahrt, sondern zukunftsträchtig weiterentwickelt werden soll“, betont Horst Thermann.

© 2008 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (SB), Freitag 07. November 2008

Diese Seite wurde zuletzt am  13. November 2008   aktualisiert
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