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Vortrags-Reihe "Radtouren für Sennestädter" - 1.Teil: 2010 

Halbtages-Radtour: von Paderborn nach Sennestadt (gut 50 km)

Tourenbeschreibung
Auf der BahnRadRoute Teuto-Senne
Diese Tour muss man keineswegs an einem halben Tag absolvieren, man kann es aber. Doch wer ein bisschen Zeit für die Innenstadt von Paderborn abzweigen kann oder für den Schloß und Auenpark entlang von Pader, Alme und Lippe, der wird sich bestimmt nicht langweilen.
Diese Tourempfehlung sieht vor, dass man erst einmal mit der Sennebahn nach Paderborn Hbf fährt. Wenn man Radtouren macht, bei denen in einer Richtung die Bahn genommen wird, dann hat es zwei Vorteile, mit der Bahnfahrt zu beginnen:
  • Man kann den Abfahrtstermin am Bahnhof besser einplanen, als wenn man schon einige Stunden Radfahrt hinter sich hat.
  • Wenn man noch frisch und munter ist, fährt man noch mit offenen Augen und Sinnen das Stück, das von zu Hause am entferntesten ist – das Stück also, das man bisher am wenigsten kennt.

Vor zehn Jahren hat Michael Dresbach die BahnRadRoute Teuto-Senne geplant und realisiert. Der Lehrer und begeisterte Radwanderer hat, unterstützt vom VVOWL, damit eine ganz neue Klasse von beschilderten Radwegen in die Welt gesetzt, die BahnRadRouten. „Die ideale Partnerschaft von Bahn und Rad hat sich bewährt: Sie können, bei Ihrer BahnRadTour die nächste Station der routennahen Zugstrecke schnell erreichen.“, heißt es auf „www.bahnradrouten.de“. Die Beschilderung der Zugangswege zu den Bahnhöfen und Haltepunkten gehört zum Schildersystem der BahnRadRouten.

In unserem Fall findet man gleich am Ausgang des Hauptbahnhofs Paderborn das erste (grün-weiße) Schild „Teuto-Senne“. Und wenn man nun den Schildern treu bis Sennestadt folgt, dann hat man 54 km vor sich. Das ist nicht der kürzeste Weg, aber ein sehr schöner. Wenn man z.B. am Haltepunkt Schloß Neuhaus aus der Sennebahn aussteigt, hat man etwa 7 km weniger zu fahren.
Zuerst wird man ja mal vom Bahnhof in die sehenswerte Paderborner Altstadt gelenkt mit dem berühmten Dom, dem Rathaus der Weserrenaissance, zahlreichen Kirchen und – für Naturfreunde besonders attraktiv – zu den Paderquellen und entlang der Paderquellflüsse.

Die Innenstadt von Paderborn verlässt man entlang der Pader durch Parkanlagen, die ab dem Padersee in den weitläufigen, wunderschönen Schloß- und Auenpark übergehen.

Man erreicht das großartige Schloß in Schloß Neuhaus mit dem Barockgarten, bald darauf den Zusammenfluss von Pader und Lippe und das große Stauwehr, bei dem der Boker Kanal abgeleitet wird.

Diese ersten etwa 8 km sind außerordentlich abwechslungsreich und bieten auch und vielleicht sogar besonders für Kinder sehr viel – nicht nur, aber auch Spielplätze. Im Marstallgebäude in Schloss Neuhaus sind zwei Museen untergebracht, darunter das Naturkundemuseum. Der Eintritt dort ist frei. Und auf dem Schloßgelände gibt es auch Einkehrmöglichkeiten.

Der nächste Abschnitt führt entlang des Boker Kanals bis Sande. Auf diesem attraktiven Weg ist bei gutem Wetter viel Radlerverkehr, besonders bis zum Lippesee. Der Boker Kanal wurde im 19. Jahrhundert angelegt, um die wenig fruchtbaren Heidegebiete zwischen Senne und Lippe zu verbessern. Heute wird er nicht mehr genutzt; für uns Radler ist er eine wunderschöne Verbindungsachse von Paderborn über Delbrück bis in die Nähe von Lippstadt.

In Sande am Boker Kanal schwenkt man nun aber nach Norden, durchquert auf sehr gut zu befahrenden asphaltierten Wirtschaftswegen das Sander Bruch, einst ein Feuchtgebiet, das wenig besiedelt war und ist und jetzt landwirtschaftlich intensiv genutzt wird.

Nähert man sich schon Hövelhof, so führt die Teuto-Senne-Route an dem Feuchtwiesenschutzgebiet „NSG Lauerwiesen“ vorbei, einem typischen Beispiel des Vertragsnaturschutzes in Nordrhein- Westfalen. Hierbei werden frühere Feuchtgebiete durch das Zusammenwirken von Landwirten und Naturschützern wieder zu artenreichen Feuchtwiesen entwickelt. Die Landwirte nutzen diese Flächen nur noch extensiv und erhalten Ausgleichszahlungen vom Land NRW, daher Vertragsnaturschutz.

Beim Durchqueren Hövelhofs sollte man einen Blick auf das ehemalige Jagdschloss der Paderborner Fürstbischöfe im Ortszentrum (gegenüber dem Rathaus) werfen.

Nordöstlich geht es aus Hövelhof wieder raus, auf die Heidschnuckenschäferei Senne zu, eine Einrichtung der Biologischen Station Paderborner Land/Senne. Hier sind die Schafe zu Hause, die auf dem Truppenübungsplatz und in Naturschutzgebieten der Senne die Heide kurz halten.

200 Meter vor der Schäferei geht es nach links in die Moosheider Straße. Nun stehen 5 km Fahrt durch dieses größte Naturschutzgebiet der Senne bevor, mit Kiefernwäldern, sanften Dünen, dem Emstal, den Senner Pferden, den Emsquellen und dem Weg am Rand des Truppenübungsplatzes.

In Stukenbrock-Senne beim Sowjetischen Ehrenfriedhof erreicht man wieder eine Siedlung. Der Friedhof bewahrt das Gedenken an die vielen zehntausend (vor allem sowjetischen) Kriegsgefangenen, die im nahegelegenen Stalag 326 zu Tode kamen – erfroren, verhungert, unmenschlich behandelt. Hier in Stukenbrock-Senne oder wenig später im Furlbachtal sind Einkehrmöglichkeiten, zum Beispiel Forellkrug oder Alte Fockelmühle.

Bei der Alten Fockelmühle erreichen wir den Furlbach; es steht ein Richtungswechsel nach Südwesten an. Wir begleiten einige Kilometer den Furlbach, neben uns Dünen; gelegentlich können wir ins Bachbett schauen. Bis wir den Jägerkrug erreichen, alte Poststation und heute beliebter Radler-Einkehrtreff.

Nach dem Jägerkrug geht es noch ein Stück weiter in Richtung Südwest, vorbei am Haltepunkt Hövelriege der Sennebahn, dann schlängelt sich der Weg durch das weitläufig besiedelte Liemke; wir kommen in der Nähe von Bistro le Coq und Café op de Liemeke vorbei. Liemke am heute Wapelbach genannten Sennebach ist die Keimzelle von Schloß Holte gewesen; erst mit der Gründung der Holter Hütte im 19. Jahrhundert gegenüber dem Schoß und mit der Eröffnung der Sennebahn verschob sich der Siedlungsschwerpunkt nach Nordosten, dem heutigen Schloß Holte.

Danach kommen wir wieder in den Holter Wald; auch hier zieht die TeutoSenneRoute einen großen Bogen, was wegen der Schönheit des Holter Waldes sehr zu begrüßen ist. Nun geht es zurück nach Sennestadt auf uns inzwischen bekannten Wegen.

Bildvorschläge: Schild der Radroute Dom Paderborn Rathaus Paderborn Paderquellbecken Schloß Neuhaus Barockgarten Stauwehr Boker Kanal Heidschnuckenschäferei NSG Lauerwiesen Jagdschloss Hövelhof Moosheide Sowj. Ehrenfriedhof Jägerkrug
Sehenswürdigkeiten, Einkehrmöglichkeiten
 
 
Routenplan, Höhenprofil

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Höhenprofil

 

Streckenlänge      54 km
Tiefster Punkt       95 m
Höchster Punkt   135 m
Höhenmeter        140 m

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Diese Seite wurde zuletzt am  23. März 2010  aktualisiert Bei fehlenden Navigationsleisten: Home