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Vortrags-Reihe "Radtouren für Sennestädter" - 1.Teil: 2010 

Feierabend-Radtour: Holter Wald 

Tourenbeschreibung
Diese Route ist für Sennestädter die ideale Feierabendtour. Bei immerhin 32 km kann man hieraus vielleicht auch eine Halbtagestour machen.
Die gesamte Strecke ist landschaftlich sehr schön. Das Highlight sind die 4 km durch den Holter Wald. Der dortige Streckenabschnitt liegt für Sennestädter in der Mitte der Tour. Und dort gibt es auch die beiden Einkehrmöglichkeiten:
  • Mühlcafé im Mühlgrund (Ruhetage Mo, Fr) und
  • Holter Schloßkrug (jeden Tag geöffnet).
Wir starten wie so oft durchs Bullerbachtal; erreichen den Bahnhof Sennestadt, überqueren von der Dunlopstraße aus auf der Radfahrerbrücke die Autobahn 33, radeln auf dem sehr schönen Heidegrundweg durch auch heute noch bäuerlich wirkende Kulturlandschaft, dann links ab zum Zentrum von Bethel, über den Bullerbach, zur Verler Straße. Wir fahren nicht schnurstracks weiter zur Friedenslinde, sondern schlagen einen "Haken" über Fichtenteich, Grünstraße und Brissestraße. Dieser gut 1 km lange Umweg lohnt sich landschaftlich und wegen der größeren Ruhe. Haben wir die Verler Straße wieder erreicht, geht¹s bald links ab in die Lehmkuhlstraße. Mit manchen Kurven windet sich diese Straße, die zum Großteil eine Schotterstraße ist, durch die alte Senner Kulturlandschaft aus Weiden, Äckern auf Drumlins und alten Waldparzellen. Irgendwie hat man den Eindruck, dass hier die Zeit stehen geblieben ist. Es kommt ein Linksabzweig, hier der Ministraße "Erich-Wald-Allee" folgen. Man kommt fast automatisch zum Mühlcafé. Es sieht aus wie ein Märchenhäuschen. Drinnen backt Frau Sielemann vorzügliche Kuchen.
Nun kommt das Herzstück unserer Feierabendtour, die Fahrt auf der “Verler Landstraße" durch den großartigen Holter Wald. Autos begegnen einem hier nicht ­ aber bei gutem Wetter viele andere Radfahrer, auch Jogger und Spaziergänger. Der Holter Wald ist der bedeutendste, der schönste, der wertvollste Flachlandwald weit und breit. Sehr schön das Lichtspiel, wenn Sonnenstrahlen durch das Laubdach von Eichen und Buchen den Wald geheimnisvoll beleuchten; nach kurzer Fahrt erblicken wir rechts neben uns den Ölbach mit seinem Sandbett.

Wenn die Zeit nicht zu knapp ist, sollte man auf diesem Abschnitt eine kleine Pause einlegen, zum Beispiel an einer malerischen Kurve des Ölbachs.

Obgleich im Privatbesitz von Tenge-Rietberg, ist der Holter Wald seit 2007 ein Naturschutzgebiet. Die alten Mischwälder beheimaten eine sehr große Zahl von Lebewesen, wie zum Beispiel alle in Deutschland vorkommenden Spechtarten, zahlreiche Feldermausarten und vieles mehr. Im ausgedehnten Holter Wald gibt es unendlich viel zu entdecken; er ist von höchstem ästhetischen Reiz. Und übrigens kann man sich dort gut verlaufen. Das sage ich am Rande, weil ich Ihnen jetzt den Mund wässrig gemacht habe. Es ist schon sinnvoll zu einer Wanderung im Holter Wald eine Karte mitzunehmen.
Die “Verler Landstraße" endet an der Landesstraße 791, wir biegen nach links ein. Seit einigen Jahren gibt es an dieser einst gefährlichen Stelle einen schönen Radweg. Bevor man rechts zum Holter Schloß abzweigt, könnte man nun links dem schönen und schön gelegenen Holter Schloßkrug einen Besuch abstatten.
Das Holter Schloß ist ein richtiger Hingucker. Und darin wohnen keine Grafen, sondern ganz “normale" Mieter. Ihr Vermieter ist Tenge-Rietberg. Außer Schloß und Wald gehört ihm noch so manches. Aber Jahrhunderte lang war dies Schloß Jagdsitz der Rietberger Grafen, nämlich etwa von 1500 bis 1822. Zu diesem Zeitpunkt waren die Grafen so pleite, dass sie froh waren, dass ein reicher Industrieller ihre Grafschaft quasi geschlossen aufkaufte. Gegenüber dem Schloß entstand nun die Holter Hütte; ihre Öfen waren über ein halbes Jahrhundert begehrt und verbreitet in ganz Norddeutschland. Vor dem Schloß stehen wir an einer wirklich wichtigen Keimzelle der heutigen Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.
Können wir uns endlich losreißen von dem satten gelben Spiegelbild auf dem Ölbachanstau, dann geht es weiter, vorbei an den Sammelteichen ­ auch dies ein idyllisches Gelände ­ durch die Siedlung, unter der Senne-Bahn hindurch in der niedlichen Fußgängerunterführung, hoch zur Autobahnbrücke, vorbei an dem kleinen Naturschutzgebiet Kipshagener Teiche nach Stukenbrock. Dort vorbei an dem zweiten Wahrzeichen der Stadt, der Johannes-Baptist-Kirche, beim Rechtsknick in die Bokelfenner Straße, über die Grenze nach Lippe, beim Bokelfenner Krug dem Linksknick der Straße folgen. Vorbei an dem europaweit berühmten Segelflugplatz Oerlinghausen.
Wie man sieht, nimmt es kein Ende mit den Sehenswürdigkeiten auf dieser Tour! Weiter geht es geradeaus auf dem Heideweg durch den Wald nach Lipperreihe und nun eigentlich immer (fast) geradeaus durch die Siedlung Lipperreihe; über den Menkhauser Bach hinein ins Vergnügen der Sennestädter Wälder, und zwar auf dem Huckepackweg; vor Jahren war der eine arge Herausforderung für Radfahrer. Ein großes Stück dieses landschaftlich tollen Weges lässt sich jetzt aber sehr gut fahren. Am Netzeweg haben wir Sennestadt wieder erreicht.
 
Routenplan, Höhenprofil

Holter Wald auf einer größeren Karte anzeigen
 

 

Höhenprofil

Streckenlänge     32 km
Tiefster Punkt      96 m
Höchster Punkt  155 m
Höhenmeter       103 m 

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Bilder
   
   
Weiterführende Links
   

Diese Seite wurde zuletzt am  23. März 2010  aktualisiert Bei fehlenden Navigationsleisten: Home