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Vortrags-Reihe "Radtouren für Sennestädter" - 1.Teil: 2010 

Tages-Radtour: Rundkurs Emsquellen - Steinhorster Becken - zum Teil R47 / Schloß Holte-Stukenbrock

Tourenbeschreibung (Kurzform)
  • Start in Sennestadt über den Netzeweg - Huckepackweg nach Lipperreihe  (überwiegend feste Sandwege)
  • Durch die Siedlung Lipperreihe - durch den Wald zum Segelflugplatz (zum Teil Waldwege)
  • Bokelfennerkrug - durch den Wald Richtung Augustdorf  (zum Teil Waldwege)
  • Richtung "Safaripark" bis zum Abzweig "Emsquellen" (im letzten Stück feste Sandwege)
  • Zwischenstopp und Besichtigung der Emsquellen. Beginn des Emsradweges
  • Dem Emsradweg folgen - recht bald ist ein neuer Verlauf ausgewiesen - besser altem Verlauf folgen (zum Teil Sandwege)
  • Hinter Hövelhof Landstraße (Radweg) bis zum Abknicken des Emsradweges. Im weiteren Verlauf zum Teil Sandwege
  • Steinhorster Becken - über den seitlichen Deich zum Gasthaus
  • Rückweg nach Sennestadt, teilweise über den "alten" R47, eventuell ein kleiner Abstecher zum Holter Schloß
Tourenbeschreibung
Ganz im Mittelpunkt dieser Tagestour stehen landschaftliche Höhepunkte der Senne:
  • Mit den Emsquellen kommen wir zu einem Highlight der Natur in der Oberen Senne.
  • Und mit dem Steinhorster Becken glaubt man, ein Stück Nordseeküste in der Unteren Senne beobachten zu können, dort wo Furlbach und Ems schon zusammengeflossen sind. 
1. Teil: Zu den Emsquellen
Über Lipperreihe, Segelflugplatz, Stukenbrock und Alte Fockelmühle (mit der Gaststätte “Zum Mühlengrund" idyllisch am Furlbach gelegen) erreichen wir das Naturschutzgebiet Moosheide. Die Ausweisung dieses etwa 4,5 qkm großen Naturschutzgebietes Moosheide erfolgte, um einen gut erhaltenen Ausschnitt der alten Kulturlandschaft der Senne zu sichern. Es handelt sich um eine Dünenlandschaft, die von feuchten Bachtälern durchzogen wird. Wir finden hier naturnahe Kiefernwälder, Heiden, Sandmagerrasen, kleine Moore in den Ausblasungswannen der Dünen und Sandäcker. Am Ostrand des Gebietes entspringt die Ems und durchfließt es in einem malerischen, bis zu 10 Meter tief eingeschnittenen Kastental. 

Wenn wir den Bereich der Emsquellen erreicht haben stellen wir die Räder ab und gehen zu Fuß zu den Emsquellen hinunterg. Auf einer Tafel ist der Lauf der Ems erklärt und auch, wie es zu den Sickerquellen kommt. Eine sehr schöne Plattform erlaubt den Besuchern, den Quellbereich genau zu beschauen, ohne ihn zu zertrampeln. Übrigens ist das Quelltal der Ems unserem Bullerbach-Quelltal in Sennestadt sehr ähnlich.

2. Teil: Zum Steinhorster Becken
Auf dem Weg zum Steinhorster Becken ist nun die Ems die Richtschnur. Recht bald kommt man am Zaun der “Senner Pferde" vorbei. Hinter dem Zaun weiden auf 25 Hektar drei oder vier “Senner", Nachfahren der berühmten Zuchtpferde der lippischen Fürsten, die jahrhundertelang halbwild in der Senne lebten.
Die Ems ändert allmählich ihren Charakter. Sie gräbt sich nun nicht mehr so tief in den Sand ein, sondern verläuft fast ebenerdig mit den umliegenden Wiesen und Äckern.
Das Steinhorster Becken wurde ursprünglich als Hochwasser-Rückhaltebecken zum Schutz der Städte Rietberg und Rheda-Wiedenbrück vor Ems-Hochwässern geplant und im Jahr 1972 fertig gestellt. Ende der 1980er Jahre wurden die niedriger gelegenen Flächen des Beckens als Reservat für Wat- und Wasservögel künstlich gestaltet und etwa 80 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zu beiden Seiten der Ems, die das Gebiet in der Mitte durchfließt, wurden mehrere Flachwasserteiche angelegt. Das Gebiet gilt heute als das größte von Menschen geschaffene Naturreservat Nordrhein-Westfalens. Um Störungen für die Vögel zu vermeiden, ist das Naturschutzgebiet “Steinhorster Becken" für Besucher gesperrt. Das gesamte Gebiet ist vollständig von einem Ringgraben umgeben und kann umwandert werden. Der Deich an der Westseite ist neuerdings sehr gut mit dem Rad befahrbar. Allerdings muss man hier auf die zahlreichen Wanderer Rücksicht nehmen. Von den Deichkronen hat der interessierte Beobachter einen guten Überblick über das gesamte Gebiet. Mit einem Fernglas können viele Wat- und Wasservogelarten beobachtet werden, die hier brüten oder rasten. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten ergeben sich von dem neuen Beobachtungsturm am nördlichen Rand des Schutzgebietes, der im Jahr 2005 fertig gestellt wurde. (Bilder auf S. 41 und 58.) 
Am Steinhorster Becken gibt es eine sehr gute Einkehrmöglichkeit, nämlich das Bauernhofcafé Brinkmeier an der Neubrückstraße 19, das ist die Straße, die das Steinhorster Becken an der Südseite begrenzt. Außer montags bekommt man hier immer etwas zu essen und zu trinken, man sitzt im urigen Bauernhaus oder auf der großen Terrasse und hört die Vögel kreischen. (geöffnet ab 11 Uhr, sonntags ab 9.30 Uhr). Irgendwann muss man sich losreißen.
3. Teil: Zurück nach Sennestadt
Langweilig wird es auch auf der Rückfahrt nicht, wenn es in Richtung Kaunitz, entlang der “Grasmeerwiesen" und über die Wapel und dann durch die bäuerliche Landschaft in Richtung Holter Wald geht. Im Holter Wald bestünde noch einmal die Möglichkeit zum Einkehren, entweder im Schloßkrug oder im Mühlcafé. Und vielleicht sollte man das Holter Schloss auf keinen Fall auslassen. Aber näheres zu diesen Einkehrmöglichkeiten und zur Geschichte des Schlosses und des Holter Waldes haben wir ja schon bei der Feierabendtour “Zum Holter Wald" gesagt. Über Eckardtsheim oder über “Beckhof" geht es nun wieder zurück in die Heimat.
 
Sehenswürdigkeiten, Einkehrmöglichkeiten
www.cafe-brinkmeier.de  in der Nähe des Staudamms des Steinhorster Beckens
 
Routenplan, Höhenprofil

Emsquellen-SteinhorsterBecken auf einer größeren Karte anzeigen
Höhenprofil
Streckenlänge      60 km
Tiefster Punkt       85 m
Höchster Punkt   155 m
Höhenmeter        160 m

 

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Bilder
 
An den Emsquellen - Beginn des Emsradweges  
 
Am Steinhorster Becken - der aufgestauten Ems  
 
Weiterführende Links
www.bezreg-detmold.nrw.de/.../SteinhorsterBecken/  Naturschutzgebiet "Steinhorster Becken"

Diese Seite wurde zuletzt am  10. Dezember 2009  aktualisiert
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