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Skulpturen-Künstler-Porträt


Hubertus von der Goltz

Hubertus von der Goltz ist 1941 in Ostpreußen geboren. Seit 1964 wohnt er in Berlin. 1961 bis 1 966 hat er Klavierbau gelernt und eine Kaufmannslehre gemacht. 1968 bis 1977 hat er an der Hochschule für bildende Künste Berlin studiert und war dann 1976
Meisterschüler bei Prof. Schettau. Von diesem hat er 1977 ein Portrait mit dem Titel "Derber Kopf unter wirrem Reisighaar" angefertigt. 1978 bekam er ein DAAD-Stipendium für Italien (Florenz). 1980 hatte er einen Lehrauftrag an der Hochschule der
Künste in Berlin und war künstlerischer Mitarbeiter in der Grundlehre. In den 80er Jahren, nachdem er das Thema der menschlichen
Gestalt variiert hatte, sind seine Figuren geschrumpft auf das, was ihre Existenz im Wesentlichen ausmacht: Schablone, Silhouette,
Haltung. Stangen, Metallträger und Dachfirste sind der Ort des Geschehens.
Hubertus von der Goltz' Figuren können an jedem Ort auftauchen. Er versucht bei seinen Figuren individuelle Züge zu vermeiden. Er
sieht die Figuren als Sinnbild für zwischenmenschliche Erfahrungen, wenn er formuliert: "Ich benötige die menschliche Figur als Identifikationsobjekt auch für den Betrachter. (...) Wenn ich z.B. von Weitem einen Menschen sehe, erscheint er in einem Moment des Entrücktseins, er ist nicht greifbar, trotzdem ist er da." Die Balanceakte versteht von der Goltz als auf sich selbst zurückführende Konzentration. Der Weg und der Prozess seiner Bewältigung im gegenwärtigen Moment ist das eigentliche Thema, also nicht der Ausgangspunkt oder sein Ziel. "Der Mensch könnte mehr bewirken, wenn er sich nicht nur von dem Zielgedanken leiten ließe, sondern sein durch Selbsterfahrung sich ständig erweiterndes Bewusstsein in seine Entscheidung einfließen ließe." Diese Anforderung legt er auch in seine Figuren.
Eva Katrin Temme

Diese Seite wurde zuletzt am  14. August 2008   aktualisiert
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